Schriftgröße: A A A

Von der Tradition zur Emanzipation

Eine Ausstellung über bemerkenswerte sahrauische Frauen anlässlich des Gründungstages der Demokratischen Arabischen Republik Sahara

© Gaetan Pelhâtre

Ab 27. Februar

Galerie im Bamberger

Montag bis Freitag 8.00 - 20.00 Uhr,
Samstag und Sonntag 10.00 - 16.00 Uhr 

in der 
VHS im Bamberger-Haus
Faulenstraße 69, 1. Etage

Der Eintritt ist frei.

Anlässlich des Gründungstages der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) am 27. Februar 1976 sowie des internationalen Frauentags am 8. März will der Verein  „Freiheit für die Westsahara e.V.“ mit einer Ausstellung ausdruckstarker Porträts und erläuternden Texten auf die politische Rolle sahrauischer Frauen aufmerksam machen.

Zu sehen sind rund zwanzig verschiedene Persönlichkeiten, die sich seit über vierzig Jahren auf sehr unterschiedliche Weise gegen die Besatzung ihres Landes durch Marokko zur Wehr setzen.

 

© Gaetan Pelhâtre

Aus einer Welt des ursprünglichen Nomadentums kommend lag es bei ihnen, das Leben in den Flüchtlingslagern Algeriens zu organisieren, während sich die Männer im Krieg befanden. Dabei setzten die sahrauischen Frauen die Priorität auf die Alphabetisierung (über 90%) sowie die berufliche Ausbildung.

In den besetzten Gebieten sind sie im Untergrund organisiert. Diejenigen, die festgenommen und gefoltert wurden und überlebt haben, haben nicht aufgegeben, sich immer wieder mit friedlichen Mitteln für die Einhaltung des internationalen Rechts und für ihre Unabhängigkeit einzusetzen. Dennoch werden sie von der Polizei verprügelt, wenn sie am internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen demonstrieren. Den Internationalen Frauentag am 8. März dürfen sie bis heute nicht begehen.

 

© Gaetan Pelhâtre

Diese mutigen Frauen strahlen Würde und Respekt aus. Sie sind Vorbilder für die jungen Generationen und machen ihren Nachfolgerinnen Mut, sich ihren Platz in der Gesellschaft zu erobern. Sie sind beispielhaft für die Frauenemanzipation in der arabischen Welt.

Am 26. Februar 2016 fasste die Bremische Bürgerschaft einen Beschluss und forderte den Senat ohne Gegenstimmen auf, sich vehement für das seit 1991 anhängige Referendum und die stärkere Unterstützung der sahrauischen Bevölkerung in den algerischen Flüchtlingslagern bei der Bundesregierung in Berlin einzusetzen.

Die Ausstellung wurde an der Université 2 Rennes im Norden Frankreichs konzipiert und zusammengestellt. Die Texte verfasste ein Mitarbeiter des Lehrkörpers.

Die ausdrucksstarken Frauenportraits schuf Gaetan Pelhâtre.

Hintergründe über den ➔ Westsaharakonflikt und die ➔ Demokratische Arabische Republik Sahara
auf Wikipedia.de.

Die Ausstellung wird finanziell unterstützt von der ➔ Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit des Landes Bremen, sowie von ➔ Engagement Global.

Zum Kontaktformular
Kontakt: Fachbereich Kultur Tel.: 0421 361-3656 oder kultur@vhs-bremen.de